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Morris Dancing

Huerth 2006

Das ‘Morris dancing’ gehört zu einer englischen Tradition, die auf wenigstens das 15. Jahrhundert zurückgeht. Sein Ursprung und insbesondere die Bedeutung des Wortes ‘Morris’ bliebt unbekannt. Das Tanzen nahm aber mit Sicherheit die Form eines Rituals. Zur Zeit der englischen Reformation wurde es mißbilligt, erlebte aber 1660 bei der Thronbesteigung durch Charles II. eine Wiederbelebung. Es ist bekannt, daß das ‘Morris dancing’ seit Anfang dieser Periode an wichtigen Zeitpunkten des Jahres aufgeführt wurde, und daß solche Aufführungen oft mit Hoffnungen auf das Glück im Leben und die Fruchtbarkeit des Bodens verbunden waren.

Die ‘Devil’s Dyke Morris Men’ kommen aus der Nähe von Cambridge, ungefähr 80 km nördlich von London. Der Name unserer Gruppe beruft sich auf einen eindrucksvollen, ungefähr 12 km langen Erdwall, den sogenannten Devil’s Dyke, der sich in ungefähr dem 6. Jahrhundert n.Chr. als eine Barriere zwischen den dichten Wäldern des Südens und den wässerigen Gebieten der Moorländer im Norden erstreckte. (Eine Darstellung davon sieht man auf unserem Abzeichen.) Der Deich ist mit einem Großteil seiner Gesamtlänge noch heute voll erhalten.

Es gibt in England viele Formen von Tänzen die als ‘Morris’ bezeichnet werden. Die bekanntesten stammen aus den Cotswolds, einer englischen Region nördlich und westlich von Oxford. Die Devil’s Dyke Morris Men spezialisieren sich besonders auf den Stil der Cotswolds. Bekannt sind über 150 Tänze, alle gebunden an eine Anzahl von Dörfern, in denen sie aufgenommen wurden. Sie gehören zwei Typen an: mit Taschentüchern aufgeführt und mit Stöcken. Stocktänze findet man überall in der menschlichen Gesellschaft; das Pochen mit dem Stock auf den Boden kann den Eindruck von kämpfen hervorrufen, aber Klopfen auf den Boden kann auch als ein ‘Aufruf zum Erwachen’ einer reichen Ernte gedeutet werden.

‘Morris dancing’ ist eine englische Tradition, die wir als Tanzgruppe erhalten wollen. Wir tanzen auch, weil wir Freude daran haben. Der wichtigste Grund ist aber, daß wir unseren Zuschauern gern ein gutes Schauspiel bieten möchten. Wir hoffen sehr, daß Sie Freude am Zuschauen haben, wie wir Freude am Tanzen haben.